Die Costa Blanca bietet nicht nur Traumstrände und mildes Klima – sie ist auch Heimat einer überraschend vielfältigen Tierwelt. Ob in den Bergen bei Alcoy, den Salzlagunen von Torrevieja, den Orangenplantagen bei Crevillente oder im Hinterland von Murcia – wer mit offenen Augen durch die Region geht, entdeckt Tiere, die man hier nicht erwarten würde: Schildkröten im eigenen Garten, frei fliegende Papageien, Flamingos in rosa Gruppen, Geier am Himmel und Ginsterkatzen in der Nacht.
Dieser Artikel bietet dir einen umfassenden Überblick über die spannendsten Tierarten an der Costa Blanca – gegliedert nach Tiergruppen, mit echten Beobachtungen, besonderen Orten und vielen lokalen SEO-Keywords.
Reptilien – Schildkröten, Geckos & Co.
🐢 Landschildkröten (Testudo graeca) – Wild im Garten
Besonders in trockenen, steinigen Regionen rund um Crevillente, Aspe, Hondón de las Nieves oder Albatera kommt es vor, dass sich plötzlich eine wild lebende Landschildkröte im Garten wiederfindet. Sie sind meist scheu, bewegen sich langsam und verstecken sich gern unter Büschen oder in Mauerritzen.
Diese Tiere stehen unter strengem Schutz – niemals einfangen oder als Haustier halten!
Landschildkröte (Testudo graeca)
- Beobachtungsort: Crevillente, Aspe, Albatera, ländliche Fincas
- Aktivitätszeit: Frühling bis Herbst, tagsüber (bei Sonne)
- Größe: Bis 25 cm Panzerlänge
- Besonderheit: Streng geschützt, nicht anfassen oder mitnehmen
- Gefährdung: Straßenverkehr & illegaler Fang
- Tipp: Ruhig bleiben, beobachten & Foto machen
🦎 Mauereidechsen & Geckos – die heimlichen Insektenjäger
Die typischste Reptilienart an der Küste sind Eidechsen – zu sehen auf jeder warmen Steinmauer, z. B. in Denia, Altea, La Nucía oder rund um alte Fincas. In den Häusern leben oft Mittelmeer-Geckos, die nachts Mücken jagen – ein natürlicher „Insektenschutz".
🐍 Schlangen – harmlos und selten
In abgelegenen Gebieten wie dem Sierra de Crevillente oder der Font Roja bei Alcoy kann man (sehr selten!) auch Nattern oder Schlingnattern treffen – aber keine Sorge: giftige Schlangen sind an der Costa Blanca äußerst selten und scheu.
Vögel – von Flamingos bis Papageien
🦩 Flamingos – Rosa Gäste in Santa Pola & Torrevieja
In den Salzlagunen bei Torrevieja und im Naturpark Las Salinas de Santa Pola rasten jedes Jahr tausende Flamingos. Besonders in den Morgenstunden ein atemberaubender Anblick.
Flamingo (Phoenicopterus roseus)
- Beobachtungsort: Salinas de Santa Pola, Laguna de Torrevieja, El Hondo
- Aktivitätszeit: Ganzjährig, größte Gruppen von März bis Oktober
- Größe: Bis 150 cm hoch, Spannweite bis 165 cm
- Färbung: Rosa durch Carotinoide aus Salinenkrebsen & Algen
- Ernährung: Filtrierer – sie filtern Kleinstlebewesen mit ihrem Schnabel aus dem Wasser
- Besonderheit: Stehen oft auf einem Bein – zur Wärmeregulierung
- Vorkommen: In Gruppen von teils über 1.000 Tieren sichtbar
- Tipp: Beste Beobachtung früh morgens oder am späten Abend mit Fernglas
🦜 Papageien in den Palmen von Alicante
In Stadtgebieten wie Alicante, Elche oder Orihuela Costa leben wild verwilderte Mönchssittiche. Sie bauen riesige Nester in Palmen und sind nicht zu überhören – laut, bunt und exotisch.
🦅 Greifvögel – Naturbeobachtung in den Bergen
In der Sierra de Mariola, Sierra del Maigmó oder den Bergen bei Petrer kann man mit etwas Glück Bussarde, Habichte oder Gänsegeier am Himmel kreisen sehen. Tipp: Ein gutes Fernglas lohnt sich!
🦇 Fledermäuse – lautlos durch die Nacht
Im Sommer sieht man sie fast überall – vor allem über Pools oder Plantagen. Besonders aktiv sind sie in ländlichen Regionen rund um Dolores, Catral oder Callosa de Segura.
Klima & Wetter an der Costa Blanca entdecken
Erfahre alles über das mediterrane Klima – die perfekte Grundlage für die artenreiche Tierwelt der Region.
Zum Klima-Ratgeber →Säugetiere – heimlich, nachtaktiv & überraschend
🐇 Hasen & Kaninchen – überall auf dem Land
Ob zwischen Crevillente und Elche oder bei San Vicente del Raspeig – Hasen hoppeln hier durch Olivenhaine, Plantagen und Straßenränder. Besonders in der Dämmerung sind sie häufig zu sehen.
Wilder Hase (Lepus granatensis – Iberischer Feldhase)
- Beobachtungsort: Crevillente, Elche, Vega Baja, trockene Felder, Plantagen & Randstreifen
- Aktivitätszeit: Dämmerung & Nacht – meist im Frühling und Spätsommer sehr aktiv
- Größe: Bis 70 cm lang, bis 4 kg schwer
- Besonderheit: Extrem schnell – bis zu 70 km/h bei Flucht
- Feinde: Greifvögel, Füchse, streunende Hunde & Menschen (Jagd)
- Fortpflanzung: Mehrere Würfe pro Jahr mit 2–5 Jungtieren (ab Februar bis Oktober)
- Lebensdauer: In freier Wildbahn meist nur 3–5 Jahre
- Population: Regional sehr häufig – gilt mancherorts fast als „Plage" (besonders in trockenen Oliven- & Mandelplantagen)
- Verhalten: Tagsüber gut versteckt in Mulden oder unter Büschen
- Tipp: Beste Sichtung bei Sonnenaufgang auf ruhigen Feldwegen oder Landstraßen
🐆 Ginsterkatzen – nachtaktive Jäger
Ein echter Geheimtipp: Die Ginsterkatze (Genetta genetta) ist ein nachtaktives Raubtier, das gelegentlich in der Sierra de Crevillente oder bei Jijona gesichtet wird. Ähnlich einer kleinen Wildkatze mit langem Schwanz und Punktefell.
🐗 Wildschweine – heimlich in den Bergen
In abgeschiedenen Gebieten wie der Sierra de Bernia, Guadalest oder dem Hinterland von Murcia leben Wildschweine. Sie kommen meist nur nachts aus dem Wald – aber es gab auch Sichtungen an Müllplätzen oder Fincas.
🦔 Igel – nächtliche Besucher im Garten
Vor allem im Frühling und Herbst wandern sie nachts durch Gärten auf Nahrungssuche. Besonders häufig in ruhigen Wohngebieten wie La Marina, Ciudad Quesada oder Rojales.
Insekten & Co. – die kleinen Stars
🦂 Skorpione – selten aber vorhanden
In trockenen Gebieten mit viel Geröll – z. B. in Orihuela Hinterland, Fortuna oder Redován – gibt es kleine, nicht gefährliche Skorpione. Tagsüber versteckt, nachts aktiv. Nur mit UV-Licht leicht zu entdecken.
Skorpion (Buthus occitanus – Iberischer Gelbskorpion)
- Beobachtungsort: Felsige Gegenden, Mauerritzen, Trockenmauern – z. B. bei Crevillente, Fortuna, Orihuela
- Aktivitätszeit: März bis Oktober, vor allem nachts
- Größe: Bis 7 cm lang (ohne ausgefahrenen Stachel)
- Gift: Leicht giftig – vergleichbar mit einem starken Wespenstich
- Gefahr für Menschen: Nur bei Allergikern problematisch – für gesunde Erwachsene harmlos
- Verhalten: Meidet Menschen, greift nur bei direktem Kontakt an (z. B. in Schuhen oder unter Steinen)
- Erkennungsmerkmal: Leuchtet unter UV-Licht grünlich – ideal zur nächtlichen Ortung
- Population: Lokal häufig, aber kaum sichtbar – nachtaktiv & gut versteckt
- Tipp: Schuhe draußen über Nacht immer umdrehen, vorsichtig mit Steinen & Holzstapeln
🐝 Bienen, Wespen & Hornissen
An der Costa Blanca gibt es zahlreiche Wildbienenarten, teils auch wilde Honigbienen in alten Mauern. Im Sommer sind jedoch auch Wespen und gelegentlich Hornissen ein Thema – besonders in offenen Gärten.
✨ Glühwürmchen & Schmetterlinge
In feuchteren Gebieten wie dem Naturpark El Hondo oder den Vega Baja-Sümpfen sieht man im Frühjahr spektakuläre Schmetterlinge und sogar Glühwürmchen.
🧺 Wochenmärkte an der Costa Blanca
Unterwasserwelt der Costa Blanca – von Oktopus bis Hai
Die Costa Blanca bietet nicht nur über Wasser eine reiche Artenvielfalt – auch unter der Oberfläche des Mittelmeers tummelt sich eine spannende Tierwelt. Gerade an felsigen Küsten, bei Seegraswiesen oder in geschützten Buchten zwischen Javea, Altea, Tabarca, Santa Pola oder den Salzlagunen von Torrevieja lassen sich beim Schnorcheln oder Tauchen zahlreiche Meeresbewohner entdecken.
🐙 Oktopusse & Tintenfische – clevere Tarnkünstler
Besonders in Felsbuchten wie Cala Portitxol (Javea) oder Cala del Moraig (Benitachell) kann man mit etwas Glück auf Oktopusse treffen. Sie verstecken sich zwischen Steinen und verändern blitzschnell ihre Farbe. Auch kleinere Sepien (Tintenfische) sind regelmäßig anzutreffen – vor allem im Frühling und Spätsommer.
🐟 Fische beim Schnorcheln – bunte Vielfalt in Küstennähe
An der gesamten Costa Blanca sind beim Schnorcheln oder sogar vom Boot aus viele typische Mittelmeerfische zu beobachten:
- Goldstriemen (gelb gestreifte Fischschwärme)
- Meeräschen, die sich gern in Häfen tummeln (z. B. Torrevieja, Denia)
- Lippfische in bunten Farben
- Seebarsche, Zackenbarsche und vereinzelt sogar Muränen in tieferen Felsbuchten
Die besten Spots zum Schnorcheln sind:
- Isla de Tabarca – das einzige Meeresnaturschutzgebiet der Region
- Cala Ambolo (Javea) – klares Wasser, viele Felsverstecke
- Cala Ferris (Torrevieja) – palmengesäumt und beliebt bei Familien
🦈 Haie an der Costa Blanca – selten, aber real
Immer wieder machen Medienberichte die Runde über Hai-Sichtungen an der Costa Blanca. Auch wenn sie extrem selten sind, gehören folgende Arten tatsächlich zum Mittelmeer – und wurden auch vereinzelt hier gesichtet:
- Blauhai (Prionace glauca) – harmlos, gelegentlich weiter draußen gesichtet
- Kleingefleckte Katzenhaie – ungefährlich, nachtaktiv, oft auf dem Meeresboden
- Sandtigerhaie (ganz selten, vor allem südlich von Alicante)
Wichtig: Es gab bisher keinen einzigen dokumentierten Haiangriff an der Costa Blanca in den letzten Jahrzehnten. Trotzdem sind Sichtungen (meist von Fischern) ein spannender Teil der regionalen Biodiversität.
Blauhai (Prionace glauca)
- Vorkommen: Offene See vor der Costa Blanca – gelegentliche Sichtungen nahe Küste (z. B. bei Torrevieja, Santa Pola, Denia)
- Größe: Durchschnittlich 2–3 m, selten bis 4 m
- Warum an der Küste? Nahrungswanderung, wärmeres Wasser, verletzte Tiere verirren sich manchmal
- Gefahr für Menschen: Sehr gering – Blauhaie sind scheu, Angriffe extrem selten
- Sichtungen: 2–5 gemeldete Sichtungen pro Jahr entlang der spanischen Ostküste
- Verhalten: Tiefseefisch, meist in 100–200 m Tiefe, kommt nur bei bestimmten Bedingungen näher an Land
- Medienhype: „Hai-Alarm Costa Blanca" meist übertrieben – Baywatch-Effekt ohne reale Gefahr
- Besonderheit: Wichtiger Bestandteil des Mittelmeer-Ökosystems – wird leider stark überfischt
- SEO: Haie Costa Blanca sind real – aber kein Grund zur Panik
Fazit: Die Costa Blanca steckt voller Leben – wenn man genau hinschaut
Von Landschildkröten im eigenen Garten über lautstarke Papageien bis hin zu nachtaktiven Ginsterkatzen – die Tierwelt der Costa Blanca ist vielseitig, wild und oft überraschend. Wer das Land nicht nur als Badeort, sondern auch als Lebensraum begreift, wird mit einzigartigen Begegnungen belohnt.
Tipp für Auswanderer und Spanienliebhaber: Halte Augen und Ohren offen – die faszinierendsten Tiere findest du meist dort, wo du sie am wenigsten erwartest.
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Welche wilden Tiere kann ich an der Costa Blanca beobachten?
Schildkröten, Geckos, Flamingos, Papageien, Hasen und Ginsterkatzen sowie eine reiche Unterwasserwelt. Besonders rund um Crevillente, Aspe und Hondón de las Nieves sowie in den Salinas von Torrevieja und Santa Pola.
Wo sehe ich Flamingos an der Costa Blanca?
In den Salzlagunen bei Torrevieja und im Naturpark Las Salinas de Santa Pola rasten jedes Jahr tausende Flamingos. Besonders in den Morgenstunden ein atemberaubender Anblick.
Sind die Skorpione an der Costa Blanca gefährlich?
Nein. In trockenen Gebieten mit viel Geröll – etwa im Hinterland von Orihuela, in Fortuna oder Redován – leben kleine, nicht gefährliche Skorpione. Tagsüber versteckt, nachts aktiv. Mit UV-Licht leicht zu entdecken.
Was tun, wenn eine wilde Schildkröte im Garten auftaucht?
Vor allem in trockenen, steinigen Regionen rund um Crevillente, Aspe oder Albatera kommt das gelegentlich vor. Die Tiere sind scheu und langsam – Ruhe lassen, nicht einsperren oder umsetzen.
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